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24.06.2013 > Die violette Bande am Bielersee

Freitagmorgen, 06.45 auf dem Dorfplatz Niederwil, wie immer wenn es um etwas geht. Aus den Gassen und Büschen rund um den Platz schleichen sich violette Shirts in schwarzen Trainern gekleidet zur Meute wo alle auf den Bus warten, welcher Sie an das eidgenössische Turnfest am Bielersee katapultieren soll. Unterwegs stossen immer mehr zu dieser Bande hinzu, die Meute bewegt sich Richtung Westschweiz. Stiffler verteilt die Nachtsichtgeräte, ebenfalls im Violett Look und markiert mit Schriftzug wer wirklich dazugehört..;-) Ganz cool und mit entspannter Mine treffen wir in Biel ein, wo wir als erstes ein Isostar-Sportlerzmorgen einnehmen. In furchteinflössender Grösse, jedoch mit wunderschönen Blumen getarnt markieren zwei gewaltige Hörner auf den kompaktesten Kästen der Bande die Präsenz der Violetten in der Nation. Nach einem kurzen Rundgang durch das Areal, um uns in der Nacht dann besser orientieren zu können, bezogen wir unseren ersten Einsatzplatz am wunderschönen Bielersee. Zum allerersten mal zogen wir unser brandneues Wett- Kampftenue an und präsentierten es voller stolz den Fischen im Bielersee. Da es die Schwäne bei Thöme eher als pralle Cervelat wahrnahmen, kamen auch sie zuschauen. Zum Einturnen begaben wir uns dann an ein ganz idyllisches Plätzchen mitten im See draussen, um uns ganz ruhig auf die wartenden Holmen im Turnzelt am Ufer vorzubereiten. Immer wieder hörte man etwas von einem Peak... Die Nervosität stieg langsam als wir dann an den Toren des Wett-Kampfzeltes auf unser Einsatz warteten. Nach dem aufstellen der genialen Geräte stieg dann definitiv der Puls vom schlagen auf ein Rattern an und der Schweiss trieb sich aus den Poren.... Bei Gaucho konzentrierte sich der Schweissaustoss jedoch stark auf die Fussohlen, was Ihm nicht nur Vorteile beschaffte... ;-) Wir rissen am Holz, drehten gekonnt die Rollen und beschissen kleine Unregelmässigkeiten genial von der Bildfläche weg. André's langjährige Barrenerfahrung übertraf seine verkürzte Trainingsvorbereitung genial, so dass das Wertungsgericht begeistert war von unserer Darbietung. Der Jubelschrei danach am Bielersee über die satte Note von 9.55, liess den Niederwilerfahnen Flattern und die Euphorie der Bande ansteigen! Vor lauter Übermütikeit zeigte Disco noch was auf einem AirTrack so alles möglich ist und realisierte dass er doch nur 2m breit ist.. voller Tatendrang und im Stechschritt wechselten wir dann die Umgebung zur Gymnasiumhalle wo das Reck auf unsere Hände wartete. Reti's Einturnmanöver weckte im Ballettsaal unsere Bauchmuskeln erneut und liess die Konzentration für die Chromstahlstangen steigen. Erneut zogen wir uns eine Portion Dünger rein bevor wir die Roten Riemen anzogen. Nach dem Einturnen am Reck mit Flex konzentrierten wir uns für Adis Brunstschrei an Toni, bei welchem sich jedesmal um die 8 Liter Blut in seine Hals- und Stimmbandmukeln pumpen. Durch den Schrei löste sich wahrscheinlich auch sein Reckhandschuh wieder etwas, Bärtis Tennisarm wurde zur Kurbelwelle und Thömes Lendenwirbel zum Stahlträger... :-) Dann gings los. Wir rissen im Leder, stemmten unsere Waden über die Stangen und standen die Rotationen in die Matten, sogar Gregy bekam etwas Farbe ins Gesicht. Das Wertungsgericht hatte etwas mit der blendenden Sonne zu kämpfen und sahen in unserer Nummer eine strenge 9.23. Nach geturnter Stunde kam dann die Pause im Naherholungsgebiet am Ufer des Gletscherbaches. Robin zeigte uns was er alles für ein Becher Bier machen würde und wie nahe man an Schwänen durchschwimmen kann... Danach ging's an die Einstimmung für die Ringe. Mit genügend Zeit und erneuter Düngerdosis warteten wir aufgewärmt im Gang unterhalb der Fanschar. Aus der ganzen Schweiz, sogar über 100Km weit her kamen Fans um unsere Nummern anzufeuern!! Die Matten gelegt und Höhen eingestellt, startete unsere Musik und die Übungen zu laufen, alle gaben Ihr bestes um synchron zu bleiben und turnten gespannt in die Lüfte, bloss ein Anstösser setzte den Turnern noch eine weitere kleine Abwechslung zur Verfügung... Ein Zehntel-Auto schwang sich auf 5 Meter in die Höhe und Kärli's Fuss überstand die Feuertaufe nach nur bloss 6 Monaten Auszeit an den Ringen. Da der eine Anstösser mit seiner kleinen Abwechslung doch etwas viel verlangte von den Turnenern, war die Synchronität nicht gerade atemberaubend und wurde gesamthaft mit einer 9.10 angeschaut... Unmittelbar nach dem Magnesianebel startete die grosse Schnitzeljagd nach Tonis und Thömes Bier-organisierkunst. Bärti lotste uns dazu geschickt von Posten zu Posten bis wir schlussendlich den Tag mit etwas feiern belohnen konnten...;-) Wir montierten wieder unser Unikates, violettes Outfit und die Nachtsichtgeräte, begannen den Abend dann mit dem Essen in der von Stimmung überfüllten Verpflegungshalle. Danach führte uns der Reiseleiter Chrigi zurück aufs Festgelände wo dann in der BKW Lounge bei ein paar Brezeln alles seinen lauf nahm. Bärti zeigte kurzerhand mit 70 Liegestützen wieviel ihm an den Sonnenbrillen lag (oder an der Katze die sie verteilte..) und die violette Bande begann mit dem Koordinationstraining des rechten Handgelenks. (Toni mit dem linken..) Danach mieteten wir im Festzelt direkt an der Bar einen prima Festbank und liessen den Abend durchdringen. Nach der wunderbaren Übernachtung rund um das Gymnasium verteilt starteten wir den zweiten Tag bei Kaffee und Turnunterhaltung, bevor dann einige dem Fähnrich-Mege in die bieler Innenstadt folgten. Gaucho erklärte uns dort was die aktuellen Zahlen sind und die Mülliger Tanzcrew wie die Schritte des einmaligen Fahnenmarsches gehen. Mit sehr vielen Boxenstopps und zermürbenden Stunden an der Sonne, gefüllt mit Laolas und Tanzeinlagen wurde Page [Pasche] und Robins Hornabdruck auf den Schultern immer grösser. Als wir dann abbrechen mussten um unsere reifste Riege anzufeuern, machten wir noch kurz einen Halt unter dem Birkenbäumli direkt beim Feldschlössli Stand um uns etwas von der Tortur zu erholen... Auf den letzten Drücker fanden wir dann nach einer irren Sucherei unsere Idole beim Ringwurfsteckenrennrugbytennisballplatz und feuerten diese kräftig an, was sich dann sich auch im Endresultat wiederspiegelte...;-) Nach diesem Einsatz trafen wir uns wieder in der Lounge und genossen die aufgeworfene Runde von Schörbert, Danach ging den Abend wieder seinen Lauf, auf- und unter den Bänken, an den Theken und Ständen...und alle erwachten irgendswo anders, Thöme gar in Winterthur...:-) Viele wurden natürlich von den umherziehneden Romas beklaut...oder doch Eriträer?.. Als dann am Sonntagmorgen auch noch Hubi aufgefunden wurde, konnten wir unsere Heimreise antreten. Dass Stibi nicht so begeistert war vom Zugfahren, zeigte er ganz offensichtlich... und wie die violette Bande am Freitag aus allen Himmelsrichtungen zusammengeströmt war, verteilten sie sich auch am Sonntag wieder. Zwei Überresten hatten einen sehr langen Heimweg und kamen gar erst um halb 8 zuhause an... Ein geniales Superturnfest ging zu ende, mit einer Glanzleistung von 27.88 Punkten, was in der dritten Stärkeklasse zum sensationellen 23. Rang von 140 Teilnehmenden Vereinen führte!!! Top Gratulation Jungs!!!! Wir haben diesen Peak :-) mit Bravur gemeistert und nach dieser Saison mit allen Hochs und Tiefs, vielem gelerntem und einem etwas neuen Team auch verdient, Ihr seid einfach eine geile Bande, macht echt Spass mit Euch!

Ganz herzlichen Dank an alle in- und um unsere Bande die diese Saison ermöglicht, organisiert, geleitet, inspiriert, unterstützt , fotografiert, geturnt und angefeuert haben, Ihr alle gehört dazu!!

bh24.06.13