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24.06.2007 > Ein geniales Fest zum Turnen

Vereinswettkampf_3-teilig_Aktive_5.Stkl.pdf

Wie immer der Abfahrtsort vor eindrücklichen Erlebnissen: Der Dorfplatz Niederwil. Diesmal aber mit rund siebzig Personen, der ganze STV Niederwil, welcher am selben Tag den Wettkampf bestritt. Wir füllten bis zur Türe ein eigenes Postauto und luden noch einen Blondschopf in Mellingen auf, dann ging’s in den Sonderzug nach Frauenfeld. Als dann Marc vor Nervosität den stinkenden Handysocken zum Fenster rauswarf und der zehnte Schnupf in der Nase langsam das Loch zubetonierte, machten wir einen etwas langen Halt in Winterthur, was unseren sonst schon knappen Zeitplan noch enger schnallen liess. Kudi ordnete alle 7 Minuten neue Infos und Aufgaben an das ganze Zugabteil, welche aber dann alle auch wieder nach 10 min. überdacht und geändert wurden, so dass schlussendlich die MR für die Zeltschlepperei verantwortlich gemacht wurde! Als dann Chrigi vom Meldestand in Frauenfeld den AR Präsi anrief und nervös fragte, wo wir bleiben, und dass es schon einen „Siech voll Leute“ habe, spannte sich die Stimmung im Sonderzugabteil ordentlich an, Andi behauptete dann zur Auflockerung, er würde uns am Abend alle übersaufen, und Kurt kam noch mit der letzten Info herangerannt: Eating is Schiiting... 

Noch bevor die Zugräder stillstanden, war die Tür geöffnet und die AR in der Unterführung verschwunden. Den ersten Bus vor dem Ansturm erwischt, fuhren wir auf den Busbahnhof vor dem Festgelände, wo wir auf ganz spezielle Weise den Anschlussbus in die Panzerhallen und auch einen haufen „Freunde“ erwischten. Ich glaube das waren dann diejenigen Freunde, die das Ganze Weekend über keine trockenen Kleider mehr hatten...  Hauptsache wir waren da. Umziehen, einturnen, Sturm beobachten und los ging’s. Fantastische Barren (im Gegensatz zum Rest der Saison) zum turnen, nahmen jegliche Nervosität aus allen Gesichtern. Nachdem wir dann Gribi’s Brunst- Geuss hörten, turnten wir los, harmonisch ohne Übungsfehler, und mit sichtbarem Spass! Die Belohnung darauf war dann die Supernote 9.34. Wir wechselten dann die in die Turnhalle, wo die blanken Reckstangen auf ihren ersten Einsatz warteten. Adi’s Stimme überriss sich einmal mehr, und los ging’s. Bärti’s Riese drehte, und als er Seine „Pfusibaggen“ leerte, warf es Reti samt den Fahnen um.... Note 9.25 erhalten, wussten wir, was an den Schaukelringen zu zeigen war. Um das Hochgesteckte Ziel von 27.9 Punkten zu erreichen, musste eine 9.31 her, gehauen oder gestochen versammelten wir uns im Schaukelringzelt und stellten uns der Herausforderung. Die kurzen, überaus steifen Seile machten uns das Turnen nicht gerade einfach, aber auch der Anstoss war nicht immer das gelbe vom Ei. Nüchterne 8.66 wurde uns dafür geschenkt, Ziel also knapp verpasst. In der Schlussrangliste findet man uns jedoch trotzdem auf dem super 27. Rang unter 259 Vereinen in der 5. Stärkeklasse.

Nachdem wir im Gymnaestradazelt Karli’s  Runde Bier und Marki’s Harasse Würste vertilgten, feuerten wir unsere Damen und die Männer bei der Disziplin  „Hochleistungsschnellwurf im gemütlichen Outdoorambiente“ an.  Danach stellten wir die Zelte auf und die Damenriege irrte irgendwo mit zwei Harassen Bier herum, welche das Ziel nie erreichten... Wo wir dann den Tower zum ersten Mal inspizierten, trafen wir dann auch den kleinen Rest der AR mit etwas brasilianischen Augen und runden Füssen wieder... Bärti nahm seine ganzen Spanischkenntnisse hervor, blieb aber jedoch der einzige, der sie verstand! Als dann Dani erst auf Aufforderung der Polizei den Wald nach der Ruhepause verliess, war halt das ältere Ehepaar mit einem bleibenden Schocktrauma schon verschwunden... Nichts desto trotz lösten alle Ihre Essensbons ein, und Andi schaute von nun an, dass er immer ein Drink voraus war! Der Chinesische Esstand meldete dann unmittelbar nach unserem Besuch den Konkurs an, und in der Siebenschläferbar musste die Armee kurzerhand einen Kipper Schnitzel ausstreuen, nachdem Marc nicht mehr aufhörte zu „geufere“ als er die Andrea kennenlernte...  Für Adi war die Schule noch nicht aus, er lernte sehr intensiv bis um 4 Uhr den Disco-Fox Tanzschritt. Nachdem wir uns dann alle so ziemlich gut verteilt hatten auf dem Areal, und zusahen wie einer vom Tower fiel und Nussli mit dem Roller heranflitzte, war es schon wieder Zeit fürs Schlafen, und auf dem Weg in den Campingplatz fanden wir auch noch Kurs, was den Heimweg unheimlich in die Länge zog...

Bärti kämmte sich bereits wieder sein Haar vor dem Zelt und wollte sich auf den Ausgang vorbereiten, verkroch sich aber wieder im Zelt, als er uns heimkehren sah.. Da aber dann die Damen unsere Zelte schon vor uns gefunden hatten, bot sich leider kein Platz mehr an unter ihnen, so dass wir dann ein Bündner- Partyzelt beschlagnahmten. Nachdem wir dann wartend am anderen Morgen fremde Zelte besuchten, währenddessen Petrus etwas die Blumen goss, schauten wir uns ein paar Gerätewettkämpfe an, Kurti schaute auf dem Rodeo was sein Magen so aushielt, bevor das ganze Spektakel von neuem losging. Am 2. Abend unterhielt uns eine geile Rockband im Tower, so dass Adi unbedingt durch die Luft fliegen wollte und Junior vor Freude seinen Familienregenschirm zerbrach. Frischgemacht für den Ausgang wanderten wir wieder Richtung Festareal und liessen von neuem die Becher füllen. Als dann Marc mit seinem Gesicht vor der Rockbühne tanzte, kletterte ein erschrockener Turner im innern des Towers vor Angst auf die oberste Etage und musste einen Shot reinhauen. Auf einmal tauchten dann noch ein Paar Fussballer auf, welche so überglücklich waren, da sie in Zukunft 1.20 Meter höher dem Ball nachrennen müssen,  dass sie eigens dafür eine Hymne kreierten..! Natürlich waren alle 2'000 Besucher im Tower stolz darauf. Wieder überfielen wir den Chinesen. André und Mark rissen eine Stripshow im Chue Lee Zelt an, und tauchten gegen Morgen auch wieder in der Beach- Bar auf.  In dieser Nacht hatten dann alle in den Zelten Platz.

Am letzten Tag war dann der Tagesablauf eigentlich der gleiche, einfach ohne dass wir noch eine Spur vom Wettkampf mitgekriegt hätten.

Auf dem Weg, mussten wir unbedingt noch zur Tankstelle, um aufzutanken. Reti war aufeinmal überglücklich und das Fest konnte wieder von neuem losgehen, jedoch hatte es ein paar Leute mehr dazugegeben, so dass sich die traversiervorgänge von Bar zu Bar stark in die Länge zogen. Aber auch so war das Fest garantiert super und alle genossen es bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntag war dann ein rasches heimkehren vor dem grossen Ansturm und Zuhause erst einmal den Kopf ins Kissen drücken, das Ziel.

Abschliessend kann man nur noch sagen: Wetter, Turnen, Fest, Team und Spass, alles stimmte, es war ein geniales Eidgenössisches Turnfest!

bh 24.06.07