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09.10.2005 > Kalkstein und Mergel...

05-10-07_Kalkstein und Mergel....pdf

Die Männerriege auf Exkursion bei Jura Cement, Wildegg

Anstelle von Turntenues und Turnschuhen haben sich die Männerriegler am Freitag 7. Oktober 2005 in Wildegg mit weissem Helm und oranger Sicherheitsweste ausgerüstet. Unter fachkundiger Leitung, und das erst noch aus den Reihen unserer Handballer, führte uns René Weber kompetent in den Entstehungsprozess des Zementes ein. 

Was mit dem Abbau von Kalkstein und Mergel beginnt, und als hochwertiges Produkt das Werk verlässt, sieht auf der Übersichttafel relativ einfach aus. Kaum aber stehen wir vor den riesigen Anlagen, die um diese Zeit vollautomatisch laufen, kommen wir kaum zum Staunen heraus. 

Was haben wohl die tausenden von alten Autopneus im Zementwerk verloren, fragten sich viele. Ganz einfach: Sie sind einer der alternativen Brennstoffe, die es braucht, um den riesigen Drehofen auf rund 1'450° C zu bringen. In diesem wird das Rohmehl in einem chemischen Prozess zu Klinker gebrannt. 

Im Kommandoraum wird die ganze Anlage gesteuert und überwacht. Dem Leiter stehen in der Nachtschicht nur ein Elektriker und ein Mechaniker für den Notfall zur Seite. 

Nun stehen wir vor dem Ungetüm, das beim bestaunen eine angenehme Wärme abstrahlt. Kontinuierlich dreht sich der Zylinderrohrofen mit 4m Durchmesser und 56m Länge wie eine riesige Walze. Rund 2'000 Tonnen Klinker verlassen in 24 Stunden diesen Ofen. 

Jetzt geht es ab in die Höhe. Nach einer rasanten Liftfahrt und einigen Treppen treffen wir uns auf 75 m Höhe auf der Dachplattform wieder. Mit etwas zitternden Knien erwartet uns ein imposanter rundum Ausblick. Trotz, oder dank der Dunkelheit geniessen wir eine einmalige Aussicht bei sternenklarem Himmel. 

Nach der Talfahrt geht es recht laut zu und her. Im Zement-Mühlenraum werden die Klinker in riesigen Mühlen zermalen. Imposant, neben einem stählernen Mühlenrad zu stehen. 

Nun wird noch Gips beigemischt und ab geht der Zement in die grossen Silos. Von dort in die neue Sackerei, auf den LKW oder in den Bahnwagen. In der neuen Speditionshalle geht der äusserst interessante Rundgang zu Ende. Die Sicherheitswesten wieder schön gefaltet und die Helme abgelegt, trennen wir uns vom Besucheroutfit. 

Ausgerüstet mit der Original Jura-Cement-Dächlikappe und einem Jasskartenset dislozierten wir in das nahe Restaurant Burehus in Auenstein. In gemütlicher Runde spülten wir die etwas staubigen Kehlen wieder frei. 

Ein grosses Dankeschön gilt den Jura-Cement-Fabriken, insbesondere unserem kompetenten Rundgangsführer René Weber. Ein toller Einblick in einen nicht alltäglichen Produktionsprozess. 

 

Thomi Moor

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